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Lernwerkstatt

Lernwerkstatt

In der Lernwerkstatt werden den Kindern Anreize zum Erwerb von kognitiven, sozialen und sprachlichen Kompetenzen ermöglicht.

 

Vor allem im Bereich der Buch- und Schriftkultur können Kinder hier viel entdecken. Ein literacyfördernde räumliche Gestaltung und eine gut durchdachte Anordnung der Materialien unterstützt das pädagogische Angebot.

 

In einer umfangreich eingerichteten Bibliothek, mit verschiedenen Themenbereichen, z. B. Bücher zum Vorlesen, Sachbücher, Natur – und Umwelt, Wimmel- Bilderbücher, mehrsprachige Bücher aber auch Bücher in unterschiedlichen Größen und Formaten und Vieles mehr, können Kinder ihr Interesse an Büchern auf gemütlich eingerichteten Sitzmöglichkeiten vertiefen. Es besteht auch die Möglichkeit im Kreativraum einen Bibliothekausweis zu basteln, um Bücher für andere Räume auszuleihen. Erweiternd ist angedacht, dass Kinder Schriftstücke mit nach Hause nehmen dürfen.

 

Aber nicht nur Bücher, sondern auch Zeitungen (Main-Post) o.ä. sind zu finden. Hiermit können die Kinder beispielsweise das Spiel „Wer findet ein A“ spielen und dieses mit Stiften markieren.

Auch das Anhören einer Geschichte, z. B. mit einem Geschichtenerzähler, Tiptoi-Büchern oder durch die pädagogische Fachkraft, wird angeboten.

Mit den Geschichtentabletts können Kinder Geschichten hören und selbstständig, mit Hilfe von Figuren, Gegenständen, Tieren usw., nacherzählen. Dies fördert das genau Hinhören, die Merkfähigkeit, sowie grammatikalische Kenntnisse und der Wortschatz wird erweitert. Zum Beispiel beim Nacherzählen von Märchen, „Es war einmal….“, „So trug es sich zu, dass…“, „Die Königin ging….“, aber auch Formen die im alltäglichen Sprachgebrauch nicht zu hören sind „ Es war ein schmächtiges Kerlchen, dass sich ängstigte.“ Auch Redewendungen „Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.“ können hierbei erlernt werden.

 

Auf Wunsch der Kinder wurde der Nebenraum zu einer Buchstabenwerkstatt umgestaltet. In dieser befinden sich Buchstabenschablonen, Stempel, Blätter mit Schwungübungen, sowie Kuverte mit Briefmarken, Blei-/Buntstifte, Kulis usw. Ebenfalls können die Kinder Sandbuchstaben erfühlen und lernen ihren Namen oder andere Wörter zu schreiben.

 

Um zuerst einmal diesen komplexen Vorgang der Augen – Hand- Koordination zu entwickelt, benötigt es vorab viel Übung z. B. in Steck- und Legespiele, sowie des Perlenauffädelns. Auch das Puzzeln, Kneten und Schütten von Flüssigkeiten/ Gegenständen, ist für die Entwicklung der Feinmotorik von großer Bedeutung.

Das Spielmaterial in der Lernwerkstatt wird deshalb so ausgewählt, dass es alle Alters -und Entwicklungsstufen anspricht und somit ein ganzheitliches Konzept in diesem Bereich ergibt.

 

Auch Gesellschaftsspiele sind hier zu finden. Die Erklärung und Einhaltung von Spielregeln erfordern ein hohes Maß an sprachlichen – und sozialen Kompetenzen. Die Kinder suchen sich Spiele aus, sprechen sich mit ihren Mitspielern ab, planen gemeinsam und führen das Spiel nach den vorgegebenen Regeln durch. Hierbei kann die Pädagogische Fachkraft Sprache genaustens beobachten und gezielt den Umgang mit Frustration oder anderen Gefühlen wahrnehmen.